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So wirst du zum Dorufumrunder! - Lauftrend 3

 

Einmal rund um dein Dorf, deine Stadt, deine Gemeinde laufen?– Ja, das geht!

 

Die „Dorfumrundung“, also das Bewegen entlang der jeweiligen Grenze, ermöglicht dir zum einen das Kennenlernen deiner Heimat aus neuen und unbekannten Blickwinkeln, andererseits kann es für dich zu einem kleinen, aber dennoch großartigen Abenteuer, also einem Mikroabenteuer vor deiner Haustür werden. Warum?

 

Weil du bei der Dorfumrundung abseits der Wege läufst, querfeldein, hoch und runter, auch mal vor einem scheinbar unüberwindbaren Hindernis stehst und weil du nicht gedankenversunken in deinen „Trott“, deinen Gewohnheitslaufschritt verfallen wirst. Und für ein Abenteuer typisch – nicht alles ist planbar und das soll es auch nicht sein. Die Dorfumrundung kann dich fordern, körperlich wie geistig, kann dir zu neuen Ideen verhelfen, kann deine Kreativität und deine Selbstwirksamkeit herauskitzeln, kann dir neue Wahrnehmungserfahrungen bieten.

 

Was machst du, wenn du bei deiner Dorfumrundung vor einer Mauer stehst, fast im Morast des Dorfteiches versinkst, dich im Gestrüpp wilder Brommberren verhedderst? Außen rum, mitten durch? Du allein darfst und musst diese abenteuerliche Entscheidung treffen. Laufen kann so spannend sein!

 

Die Dorfumrundung kann entweder dein neues „Extremlaufprojekt“ werden oder ein Jahresprojekt, was du in vielen kleinen Genussetappen durchführst. Wie du magst, wie du es brauchst, wie du es fühlst und schaffst, zeitlich wie körperlich.

 

Das tolle an dieser Idee ist die Familientauglichkeit sowie die Zukunfstausrichtung. Mit Smartphone und Kinderwagen in der Hand (eine Kindertrage/Kraxe ist empfehlenswerter) kanns los gehen, gern als Genusswanderung, als Jahrespaziergang, als Fahhradtour. Unterwegs noch ein paar Caches gesucht. Die Strecke mit einer passenden App aufgezeichnet und anschließend gespeichert, somit verfügbar für später, für andere, für Nachahmer. Genial. Fast alles ist möglich!

 

Los gehts!

 

Orientiere dich bei der Durchführung an den drei S, dem Dreischritt zur gelungenen Dorfumrundung.

 

SUCHEN, SICHTEN, STARTEN

 

Schritt 1 – Suchen

 

Öffne die Google Suche, gebe in das Suchfeld den Nehmen deines Ortes, deiner Gemeinde, deiner Stadt ein. Es öffnet sich die Beschreibung des Ortes und eine Karte. Wenn du in einem Dorf wohnst, welches zu einer Gemeinde gehört oder einer Stadt, dann suche direkt danach. Dann wird die Grenze der gesamten Gemeinde bzw. Der Stadt mit seinen Ortsteilen angezeigt. Du kannst natürlich auch dein Bundesland oder Land … umrunden, dann gib den Namen des Bundeslandes, Landes ein. Dass dürfte dann aber ein Lebensprojekt werden! Umrundbar ist alles! Alles eine Frage deiner Zeit und Motivation.

 

Schritt 2 – Sichten

 

Klicke auf die Karte, diese öffnet sich bei Google Maps. Du siehst eine rote Linie, diese zeigt die Grenze an. Schalte nun in den Satelitenmodus, die Landschaft stellt sich dar. Bis zu einem gewissen Grad kannst du die Karte zoomen, bei starkem Zoom wird die Grenze jedoch nicht mehr eingeblendet. Die Ansicht reicht aber, um die Grenze zu erkennen und in die Lnadschaft einzuordnen. Verschaffe dir jetzt einen Überblick, wo die Grenze lang geht. Sicher kennst du einige Orte, Stellen, Plätze an der Grenze. Eventuell geht Sie auch direkt an deiner Haustür vorbei. Verfolge den Verlauf, überblicke grob die Landschaftsformen. Stelle fest, ob die Grenze oft querfeldein verläuft oder auch auf Wegen. Verläuft die Grenze über große Flüsse, durch Seen, Industrieanlagen, über Felder, durch Urwälder etc? Welche Orte sind in der Nähe? Gibt’s es Nahversorgung, Anbindung an den ÖPNV? Studiere also die Karte ein wenig. Nicht zu viel, denn es darf durchaus unterwegs das ein oder andere „Abenteuer“ auf dich warten.

 

Schritt 3 – Starten

 

Du brauchst ein voll aufgeladenes Smartphone mit eingeschalteter GPS Funktion. Öffne wie im Schritt 1 beschrieben die Karte. Automatisch zeigt das System deinen Standort an, gekennzeichnet mit dem blauen Punkt mit weissen Rand. Wähle einen Starpunkt. Überlege wie du dort hin kommst. Wohnst du in einer ländlichen Region mit wenig Anbindung an den ÖPNV. Überlege dir, wie du nach Hause kommst. Muss dich jemand abholen? Bestellst du ein Taxi?

 

Packe deine für dich notwendige Verpflegung ein, Wechselsachen, was du so brauchst. Und dann geht’s los. Prinzipiell könntest du dauerhaft mit Smartphone in der Hand unterwegs sein, die Grenze nie verlassen. Aber: dann siehst du eventuell den Baum nicht und boing, sitzt du am Boden. Also: Schaue in die Welt, stecke das Smartphone immer mal ein, besonders wenn du längere Geraden auf guten Wegen vor dir hast. Sinn der Dorfumrundung ist es ja auch, neue Gegenden kennen zu lernen, Erfahrungen zu machen, etwas anderes zu erleben. Also: Blick in die Ferne, in die Schönheit der Natur gerichtet!

 

3 wichtige Regeln gebe ich dir für deine Dorfumrundung mit auf den Weg

 

1. Regal - Privatgrundstücke

 

Klare sichtbare Grenzen, wie Zäune solltest du umgehen. Natürlich kannst du die Privatbesitzer ansprechen, dein Projekt erklären und darum bitten, die Grenze überklettern zu dürfen. Aber du kannst auch einfach außen rum laufen! Auch Felder, Wälder etc. sind oft Privatland. Die Besitzer aber meist nicht so streng, die Grenzen nicht sichtbar. Darum beachte hier Regel 2 – Schutz der Natur und des Eigentums

 

2. Regel – Schutz der Natur und des Eigentums

 

Die beste Zeit für die Dorfumrundung ist die vegetationsfreie Zeit, in Deutschland in etwa Ende Oktober bis Ende März. Feldüberquerungen richten dabei fast keinen Schaden an, die Böden sind oft gefroren oder gut zu begehen, Wiesen sind kurz, Dickicht aufgrund des fehlenden Blattwerks gut einsehbar. Auch Tiere werden weniger gestört, insbesondere Jungtiere wie Frischlinge etc. Damit schützt du auch dich selbst!

 

3. Regel – Die Grenze ist eine Orientierung – Bekämpfe den Smombie in dir!

 

Bitte wäge immer ab, was nötig und sinnvoll ist, laufe nicht auf biegen und brechen immer der Grenze nach. Diese dient zur Orientierung. Der stetige Blicke aufs Smartphone verfehlt das Ziel, birgt Gefahren, bringt Unfälle mit sich. Achte auf die STVO. Wie schon beschrieben, Kopf hoch, Blick in die Ferne, Landschaft genießen, Wetter fühlen, Technik sparsam benutzen.

 

Extratipp für Traditionelle (wie mich)

 

Kaufe dir eine gute Wanderkarte, am besten mit einem Maßstab von maximal 1:33000, noch besser 1:25000. Die Karten der jeweiligen Landesvermessungsämter sind empfehlenswert, genau und mit Höhenlinien versehen. Übertrage die Grenze der Onlinekarte auf die Wanderkarte und packe statt deines Smartphones die Karte ein. Dann bist du unabhängig vom Strom, von deiner Technik und lernst nebenbei den Umgang mit einer Karte. Kleine Tipp am Rande: einlaminierte Karten sind wetter und reißfest, du kannst die Karte auch selbst kopieren und einlaminieren. Besonders bei _Sturm und regen eine gute Sache. Denn du brauchst die Karte oft!

 

Also, viel Spaß bei deiner Dorfumrundung!

 

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