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Was hilft gegen die Frühjahresmüdigkeit?

Das ich über dieses Thema einen Kurzbeitrag verfasse, kann ich selbst kaum glauben. Aber in den letzten 2 Wochen habe ich so etwas wie eine Frühjahrsmüdigkeit selbst erlebt. Eventuell hast du es gemerkt, meine Social-Media Tätigkeit blieb aus, die Motivation fehlte etwas. Viele Stunden und Tage verbrachte ich nur drin, entspannt und gemütlich, mit deftigem Essen und kaum Bewegung.

Und dazu muss ich sagen, es war das erste Mal in meinem Leben, das ich solche eine Phase der Bewegungsruhe und auch Müdigkeit verspürt habe.

 

Das war also Anlass für mich, der Sache etwas auf den Grund zu gehen, denn bisher habe ich das Thema eher als unwichtig betrachtet, sogar als nicht existent in meinem Leben.

Nun ja, Wissen schadet bekanntlich nicht, also los geht`s.

 

Was ist Frühjahrsmüdigkeit?

 

Die Frühjahrsmüdigkeit, so sagen es Mediziner heute, hat mit dem Hormonhaushalt zu tun. Früher dachte man, es liegt am Obst- und Gemüsemangel im Winter. Aber heute ist es zumindest kein Problem mehr, auch im Winter ausreichend Obst und Gemüse zu kaufen. Essen muss man es natürlich auch noch.

 

Vielmehr geht man davon aus, das mit zunehmender Helligkeit auch das Hormon Serotonin gebildet wird. Dies wird als Glückshormon bezeichnet, aktiviert deinen Körper und macht einfach gute Laune.

 

Der Gegenspieler dazu ist das Melatonin. Dieses sorgt dafür, dass wir so richtig gut schlafen. Es entsteht eben vor allem bei wenig Licht. Im Frühling also, wenn wir wieder mehr Licht über die Netzhaut der Augen tanken können, gerät der Mensch mit seinem Hormonhaushalt manchmal durcheinander.

 

Durch die weiterhin hohe Melatonin Produktion sind wir öfter müde, das erhöhte Licht kurbelt aber wiederrum unser Aktivitätspotenzial an. Und genau diese Zeit des Übergangs schlägt sich bei dem ein oder anderen in einer Frühjahrsmüdigkeit nieder.

 

Was kannst du dagegen tun?

 

Wenn du dich zu allen Jahreszeiten regelmäßig draußen an der frischen Luft, insbesondere bei Helligkeit bewegst und du das ganze Jahr über ausreichend Vitamine und Mineralstoffe aufnimmst, dann wird eine Frühjahrsmüdigkeit für dich nicht spürbar oder sehr mild verlaufen.

 

Wenn du aber so wie ich den letzten 10 Tagen kaum noch raus gehst, in deinem Arbeitszimmer aktiv bist oder einfach nur entspannt die Tage in der Wohnung verbringst, in welche auch noch wenig Licht fällt, wenn du dazu dann noch wenig Gesundes isst, dann kann dich die Frühjahrsmüdigkeit mehr treffen.

Darum hier einige Tipps in Kurzform:

  • Iss ganzjährig vitamin- und mineralstoffreiche Lebensmittel
  • Bewege dich auch im Winter viel draußen, am besten bei Sonnenschein
  • Gönne dir im Frühling wirklich ausreichend Licht, am besten ohne Sonnenbrille, denn das Licht muss deiner Netzhaut schon  Hallo sagen dürfen
  • Gehe täglich raus, solange du kannst
  • Nutze regelmäßige Wechselduschen oder Saunagänge, gern ganzjährig

Nach 2- 4 Wochen hat sich dein Körper angepasst und die Veränderungen bei den Hormonen stören dich nicht mehr.

Wenn du aber über diese Zeit hinaus müde bist oder du viel Zeit im Bett verbringst, darfst du gern mal deinen Hausarzt befragen, woran dies liegen könnte. Hier können auch Phasen der Depression oder Schilddrüsenfehlfunktionen Gründe für ein verändertes Verhalten sein.

 

Also, bleib dran und in Bewegung, dann klappts auch mit einem wachen und aktiven Start in den Frühling.

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